Geschichte

Aller Anfang ist laut:
Ein Umzug für die Kleinsten mit Konfettis und selbstgebastelten Kostümen – der Kinderumzug durch Berikon stand fest. Doch wie Fasnacht machen ohne Geräusch- bzw. Lärmkulisse? Schnell fanden sich ein paar engagierte Kindergärtnerinnen und Hausfrauen zusammen, die dieses Problem im Handumdrehen lösten. Mit selbstgebastelten und ausgeliehenen Instrumenten der Göiferlätz aus Zürich war das Projekt geboren und mit viel kakophonischem Lärm und strahlenden Kindergesichtern fiel der Startschuss für die Guggenmusik.

Schon kurze Zeit später, am 9. März 1983, gings ans Eingemachte: Über 30 Interessenten trafen sich zur ersten Orientierungsversammlung. Zwar hatte die Mehrheit noch nie ein Instrument gespielt, aber die Idee war so überzeugend, dass die Guggenmusig Hübelfäzzer am 24. März 1983 gegründet wurde.

Damals und jetzt:
Nur 8 Monate später stand die Eröffnung der 5. Jahreszeit vor der Tür: Am 11.11. fand die Fasnachtseröffnung mit den Hübelhäxen und Schulkindern statt und die Hübelfäzzer durften das erste Mal vor grossem Publikum auftreten. Zum Glück war es bereits da schon Tradition, sich zu Schminken und mit farbenfrohen Gwändli  zu verkleiden – so blieb die Nervosität ein wenig versteckt. Als dann die Rummelbächler auftauchen und uns kakophonisch unterstützen, fiel so manchem Fäzzer ein riesen Stein vom Herzen. So nahm die Fasnacht ihren Lauf und die Hübelfäzzer durften an verschiedenen Maskenbällen auf dem Mutschellen spielen.

Dies war Ansporn genug, uns für die kommende Fasnacht musikalisch noch besser vorzubereiten und es ging ans Proben. Die Fäzzer übten  und kreierten Lieder, so dass es von Jahr zu Jahr weniger schief tönte und die Gugge ihren eigenen Musikstil fand. An dieser Stelle bedanken  wir uns herzlich bei der Gemeinde Berikon, die uns Jahr für Jahr unser Probelokal kostenlos zur Verfügung stellt!

Die Zeit ging auch an uns nicht spurlos vorbei und die letzten 30 Jahre haben so einige Veränderungen mit sich gebracht. So können wir heute sagen, dass rund 150 Aktive-, Ehren- und Passive-Gugger den Verein dahin gebracht haben, wo wir heute stehen. Und nebst dem musikalischen hat sich auch das optische Erscheinungsbild der Gugge stark verändert. Wo früher noch liebevoll Pinsel geschwungen und jedes Gesicht einzeln bemalt wurde, zaubern wir heute mit Airbrush die Kunst auf die Köpfe. Doch eines blieb dem Verein über all die Jahre treu, nämlich die Rösti. Wann immer es möglich war, kamen zahlreiche Gäste in den Genuss der hübelfäzzerischen Kochkünste. Auch heute noch verwöhnen die Hübelfäzzer die Gäste mit zahlreichen feinen Kreationen am jährlichen  Röstigraben.

Die Anstrengung lohnt sich:
Viele denken, es ist unorganisierter Lärm, doch weit gefehlt. Von August bis anfangs Jahr treffen wir uns ein- bis zweimal in der Woche, um uns mit den komplizierten Noten auseinanderzusetzen und einigermassen koordinierte Musik auf die Beine zu stellen. So sind wir parat, um während der närrischen Zeit unser Bestes präsentieren zu können. Während rund 6 – 8 Wochen sind wir im Freiamt sowie der nahen und ferneren Umgebung unterwegs und verbreiten kakophonische Töne. Eine anstrengende und zugleich lustige Zeit. Die über 40 Auftritte gehen ganz schön in die Knochen. Dem Wetter und der Kälte trotzend, wagen wir uns bei Wind, Schnee, Sonne und Regen raus, nehmen an Umzügen teil, lärmen frühmorgens durch die Beriker Strassen oder schwitzen bei hitzigen Auftritten drinnen. Doch eines gibt es dabei keineswegs – die Langeweile. Haben wir zwischen den Spieleten, wie es im guggerischen Fachjargon heisst, eine Pause, geniessen wir die Zeit in geselliger Runde und stossen auf die Fasnacht und das bunte Treiben an. Doch wie amüsant und unterhaltsam die Fasnacht auch jedes Jahr wieder ist, freuen wir uns auf unsere wohlverdiente Pause um wieder Kräfte für die nächste Saison zu sammeln.

Feste feiern wie sie fallen:
Doch nicht nur in der Umgebung unterhalten wir die Leute mit den nicht ganz geraden Tönen. Auch Berikon kommt in Genuss unserer kakophonischen Musik. Die Tradition, am 11.11. die Fasnacht einzuläuten, halten wir mit der dazugehörigen Party fest. So kams am 11.11.2002 dazu, dass wir dieses Fest ins Leben riefen und die närrische Zeit mit vielen Guggen und Gästen im Schützenhaus Berikon einläuteten bzw. -feierten. Doch nicht genug – im Februar 2004 war unser zweites Kind, der Fäzzerball geboren. Der Auftakt bietet jeweils das grosse Monsterkonzert vor dem Berikerhus, bevors drinnen bis in die frühen Morgenstunden fäzzig zu und her geht.

Rückblick:
Über 30 Jahre Guggengeschichte – wow. Nie hätten wir das ohne die tatkräftige Unterstützung unserer Aktivmitglieder geschafft. Doch auch den vielen helfenden und mitwirkenden Händen im Hintergrund möchten wir danken. So wäre es nicht möglich, heute diesen Bericht zu schreiben ohne all die treuen Ehren- und Passivmitgliedern sowie die wertvollen Gönner und Sponsoren – herzlichen Dank.

Jetzt bereiten wir uns auf die Fasnacht vor und freuen uns auf die nächste närrische Zeit,
eure Hübelfäzzer

PS. Haben wir dein Interesse für die Gugge geweckt? Dann melde dich unter info@huebelfaezzer.ch – wir freuen uns auf dich!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.